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2Feb

Neubeginn

2016-02-02Am 2. Februar kommt Licht in die winterliche Dunkelheit.

Zu Maria Lichtmess (früher: Mariä Reinigung) am 2. Februar („februare“ für lat. reinigen) werden die Tage spürbar länger. Die Tiere beginnen aus dem Winterschlaf zu erwachen, auf Spaziergängen zeigen sich erste Knospen.
Traditionellerweise wird spätestens jetzt die Krippe abgebaut und der Christbaum aus der Wohnung entfernt.

Vor der Christianisierung war Maria Lichtmess als keltisches „Imbolc“-Fest der Göttin Brigid gewidmet. Die Vertreterin des Element Feuer wurde als Schutzgöttin des neugeborenen Lebens, der Schmiede, der Heiler und Dichter verehrt.  Einst wie jetzt ist Maria Lichtmess ein Anlass zur Reinigung, zum Aufräumen, Fasten und zur Klärung der Gedanken. Ob man die Weihnachtssachen verräumt, den Inhalt des Kleiderschrankes reduziert oder neu ausmalt – vor der „eigenen Tür kehren“ tut körperlich und geistig gut. Denn es entsteht Platz für Neues und frische Luft zum Atmen.

Maria Lichtmess lässt sich mit einem fröhlichen Ritual feiern – alleine oder gemeinsam mit Freundinnen. Man nehme ein Ding, z.B. ein Kleidungsstück, das für ein unangenehmes Thema der Vergangenheit steht, oder einen Zettel, auf den man etwas aufschreibt, von dem man sich wohl überlegt verabschieden will. Zuerst wird im Haus, oder in der Wohnung, mit Weihrauch oder einer Salbei-Beifuß-Mischung geräuchert, dann der ausgewählte Gegenstand – sofern das möglich und ungefährlich ist – feierlich verbrannt und freundlich ins helle Licht verabschiedet. Dies funktioniert übrigens auch, wenn der Gegenstand in einen Müllsack gegeben und feierlich entsorgt wird… Anschließend zieht man etwas Neues, Helles, Erfreuliches an oder wickelt sich in ein schönes Tuch. Beim hellen Licht einer Kerze tauchen Träume und Vorstellungen auf, die gleich aufgeschrieben werden sollten, damit sie sich im neuen Jahr manifestieren können. Bitte aufpassen, denn für alle Rituale wie auch im täglichen Leben gilt: „Was man ruft, das kommt herbei“ – ebenso wie alles vergeht, wovon wir uns ernsthaft verabschieden.

Und nicht zuletzt ist der Lichtmess-Termin ein traditioneller Wetter-Lostag: „Wenns zu Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit!“

Quelle

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